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Wie mein Traum unerwartet Wirklichkeit wurde


Ich bin seit vielen Jahren als Fotograf tätig und habe in dieser Zeit sehr viele interessante Leute kennengelernt. Ich glaube, für alle People-Fotografen ist das eine der spannenden Seiten der Berufsfotografie.

Von einer besonderen Begegnung möchte ich heute berichten:

Es ist einige Jahre her, da trat bei Stefan Raab in der Sendung TV total eine junge Nachwuchssängerin auf. Neben ihren tollen gesanglichen Fähigkeiten beeindruckte sie vor allem durch ihre starke Kamera-Präsenz. Selbst Raab meinte damals: „Du guckst in die Kamera und jeder denkt, er ist gemeint.“

Auf mich machte das einen so starken Eindruck, dass ich ernsthaft überlegt habe, die Sängerin zu kontaktieren und ihr ein Fotoshooting in meinem Studio vorzuschlagen.

Wie es aber dann immer so ist: Die Idee ist im Tagesgeschäft untergegangen und ehrlich gesagt hatte ich auch nicht so ganz die richtigen Argumente, mit der ich die Sängerin von einem Fotoshooting überzeugen sollte. Aber ich dachte noch oft an meinen Plan und habe mich etwas geärgert, dass ich es nicht zumindest versucht hatte. Und seitdem ist es mir auch nie wieder passiert, dass ich mit ähnlichen Gedanken vor dem Fernseher saß.

Schnitt – etwa zwei Jahre später

Ein Musiker hatte ein Fotoshooting in meinem Studio gebucht und kündigte an, noch eine junge Kollegin mitzubringen. Als sie in mein Studio kam, schaute ich ihr in die Augen und meinte: „Wir kennen uns doch irgendwoher ….“ (Ok, ein dämlicher Spruch, aber in dem Moment war es genau das, was mir durch den Kopf ging.)

Sie meinte nur: „Nein, glaube ich nicht, aber ich bin ein paar Mal im Fernsehen aufgetreten. Das ist schon länger her und daran wirst Du Dich kaum erinnern.“

Ich stand ziemlich irritiert in meinem Studio, erst als sie etwas von TV total erzählte, fiel der Groschen bei mir.

Es wurde dann ein sehr schönes Fotoshooting und natürlich habe ich der Sängerin von meinen nicht umgesetzten Plänen erzählt. Ihr Kommentar war:

„Das ist ja toll, und warum hast Du mich damals nicht kontaktiert?“

Wenn ich heute an dieses Erlebnis denke, nehme ich mir vor, nie wieder vorschnell meine Pläne aufzugeben mit der Ausrede: Das klappt ja doch nicht.

Besser ist da schon das Motto:

Warum eigentlich nicht?!

Hast Du auch schon einmal die Situation erlebt, dass Du einen bestimmten Plan hattest, ihn aber nicht umgesetzt hast und Dich im Nachhinein geärgert hast?

Dann erinnere dich an das Motto dieser Website:

mach etwas!


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