Introvertiert – und trotzdem erfolgreich im Geschäftsleben?!

Introvertiert zu sein ist kein Makel. Introvertierte Menschen haben kein Persönlichkeits-Defizit, sie sind nur anders als extrovertierte Menschen.

Führungskräfte-Trainer und Coach Kopp-Wichmann gibt Tipps für introvertierte Menschen, die sich nicht abkapseln, sondern am Geschäftsleben teilhaben und erfolgreich sein möchten.

Selbständige Kreative und Unternehmer müssen kontaktfreudig sein, auf Menschen zugehen können, Netzwerke knüpfen.

Was mache ich aber, wenn ich eher introvertiert bin? Kann ich dann als Selbständiger überhaupt erfolgreich sein?

Zwischen Introvertierten und Extrovertierten gibt es große Unterschiede. Als Introvertierter ist es sehr hilfreich, das bei sich zu erkennen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Extrovertiertheit als das Normale gilt: Interessiert an Kontakten, sich in Gruppen wohlfühlen und ohne Mühe auf einer Party fremde Leute ansprechen. Extrovertierte können das sehr gut, die blühen regelrecht auf.

Für Introvertierte ist das ein Graus. Sie sind aber nicht irgendwie krank oder brauchen Hilfe, sondern sie sind einfach anders.

Introvertierte können sich sehr gut mit sich selber beschäftigen.

Extrovertierte laden im Kontakt mit anderen Menschen ihre Energien auf und gehen beispielsweise abends nach der Arbeit mit Kollegen noch in die Kneipe.

Introvertierte dagegen laden ihre Energien auf, indem sie Null Reize haben. Sie gehen zum Beispiel alleine im Wald joggen, meditieren oder legen sich in die Badewanne.

Wenn man diese Introvertiertheit bei sich entdeckt hat, ist es wichtig, sie nicht zu bekämpfen, sondern sich damit anzufreunden. Sie ist nichts Schlimmes und hat viele Vorteile.

Als Selbständige kommt man aber nicht darum herum, zu netzwerken und Kontakte zu knüpfen. Glücklicherweise kann man lernen, auch wenn das manchen Personen nicht leicht fällt, weil sie aus ihrer Komfortzone heraus müssen.

Man stellt sich zum Beispiel kleine Aufgaben. Bei der nächsten Party verschwindet man also nicht nach fünf Minuten in der Bibliothek und schaut sich die Bücher an, sondern nimmt sich vor, mindestens drei Leute anzusprechen. Und plötzlich wird man feststellen, dass gar nichts Schlimmes passiert

 

 

 

Über Michael Omori Kirchner

Michael Omori Kirchner

Meine Herzensangelegenheit als Business-Coach ist es, Fotografen und anderen Kreativen dabei zu helfen, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können.

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Photobusiness Bootcamp

Grundlagen für ein erfolgreiches Photobusiness

Seminar am 6. Januar 2017 in Hildesheim (Niedersachsen)
Seminar am 9. Februar 2017 in Stuttgart

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2 Kommentare

  • Heiko Kalweit 10. September 2015   Antwort →

    Ich erachte eine zurückhaltende Extrovertiertheit als sinnvoll. Man darf keine Scheu vor Menschen haben, muss unbefangen auf sie zugehen können.
    Aber man darf sich nicht in den Vordergrund spielen und sich zum Mittelpunkt des Geschehens machen.
    Mir hilft meine zurückhaltende Extrovertiertheit sehr gut. Das merke ich besonders bei Hochzeiten. Ich gehe ohne Scheu auf Gäste zu und fotografiere sie. Aber wenn ich merke, dass da jemand ist, der in Ruhe gelassen werden möchte, dann lasse ich ihn/sie auch in Ruhe und versuche nicht auf Deubel komm raus Fotos von ihm/ihr zu machen. Nicht selten erlebe ich es, dass diese Menschen im Laufe des Abends auftauen und dann doch fotografiert werden möchten.

  • Kerstin Mumm 17. November 2015   Antwort →

    Ich gehöre auch zu den Menschen, die introvertiert sind. Manchmal stehe ich mir dabei selber im Weg. Etwa, wenn ich merke, dass ich viel erfolgreicher sein könnte, indem ich auf Leute zugehe und ihnen „etwas verkaufe“. Allerdings passt das wiederum nicht zu meinen Ethikvorstellungen und ich habe mich mit einigem hadern damit abgefunden – was auch an dem Feedback meiner Kunden liegt: sehr oft bekomme ich zu hören, dass es schön ist, dass ich da bin und sie mir vertrauen und es Spaß macht. Denn gerade bei Shootings mit wenigen Menschen taue ich auf und kann mich dem ganz und gar hingeben. Und als Ausgleich gehe ich dann tatsächlich alleine im Wald joggen oder sitze mit einem Buch auf einer Parkbank und erfreue mich an der Ruhe 🙂

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