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Diese zwei Kanäle sind viel wichtiger als Facebook

Die Vorteile von Facebook

Facebook ist aus dem Leben von vielen Selbständigen und Entrepreneuren nicht mehr wegzudenken. Das liegt einfach daran, dass Facebook in weiten Teilen der Bevölkerung zu einem wichtigen Kommunikationskanal geworden ist. Und als Anbieter geht man dorthin, wo seine Kunden sind, und nimmt die Kommunikation auf.

Darüber hinaus bietet Facebook die Möglichkeit, dass sich gute Inhalte sehr schnell weiterverbreiten, ohne dass man für eine solche Reichweite in jedem Fall Geld bezahlen müsste.

Wenn man es richtig anstellt, hat man als kommerzieller Anbieter Kunden, die zu Facebook-Fans werden und die eigene Botschaft weitertragen.

Daher: Facebook ist eine wichtige Plattform, die man als Selbständiger nutzen sollte.

Aber: Facebook hat auch viele Nachteile. Und es gibt Kanäle, die viel wichtiger sind als Facebook. Es wäre fatal, diese nicht zu nutzen!

Die Nachteile von Facebook

Dein Content verschwindet

Publiziert man seine Inhalte auf Facebook, gibt man seine (wertvollen) Inhalte aus der Hand und hat keinen direkten Einfluss mehr darauf. Es liegt alleine in der Entscheidung von Facebook, was damit passiert.

Ich habe es selber einmal erlebt, dass ich einen hochwertigen Artikel auf Facebook geschrieben habe, der mehrere hundert Likes und Kommentare bekommen hat. Eine Woche später fragte mich ein Leser, ob ich diesen Artikel gelöscht hätte, er könne ihn nicht mehr finden.

Das Erstaunliche:

Auch ich selber konnte ihn in meinem Facebook-Stream nicht mehr sehen! Facebook hatte ihn nach einem nicht nachvollziehbarem Muster einfach ausgeblendet!

Nur mit einigem Suchaufwand in der eigenen Chronik war der Text überhaupt noch zugänglich.

Mein hochwertiger und mit viel Mühe erstellter Content war damit aber schon nach kurzer Zeit absolut wertlos für mich geworden, weil keiner meiner Leser ihn überhaupt noch sehen konnte.

Und das, obwohl dieser Beitrag hunderte von Likes und Kommentare hatte.

Deine Leser werden nicht informiert

Facebook selber entscheidet, welchen Deiner Fans es überhaupt über Deine neuen Beiträge informiert. Weder Du noch Deine Leser können das direkt beeinflussen.

Mir selber geht das oft so, dass ich mir denke: Ich hatte doch diese Seite XY gelikt, warum lese ich denn davon nicht mehr, schreibt der Kollege nicht mehr oder was ist los?

Ein direkter Zugriff auf die entsprechende Facebook-Seite zeigt dann: Doch, durchaus, dort erscheinen regelmäßig neue Beiträge.

Nur Facebook hat mir einfach nicht mehr Bescheid gesagt.

Vielleicht, weil ich länger keinen Beitrag dieser Seite mehr kommentiert oder gelikt habe, oder warum auch immer.

Natürlich gibt es immer wieder Hinweise und Tipps, wie man dieses Verhalten beeinflussen kann. Öfter mal die Beiträge der Seite kommentieren kann zum Beispiel helfen.

Aber das Grundproblem bleibt: Nur ein Teil meiner Fans wird überhaupt informiert. Und Facebook bestimmt die Regeln, nach denen das passiert.

Deine Zukunft liegt in der Hand eines privaten Anbieters

Für viele Kreative sind Leser / Fans / Follower ihr eigentliches Kapital.

Diese Follower-Gemeinde wird in monate- oder jahrelanger Arbeit mühsam aufgebaut. Aus dieser Gemeinde kommen anschließend die Kunden, die Online-Trainings kaufen oder Workshops besuchen. Je größer die Gruppe, desto mehr Umsatz kann man machen.

Was aber jeden Kreativen nervös machen sollte:

Dieses wertvolle eigene Kapital, die Zuhörer-Schar, haben wir bei Facebook nicht in den eigenen Händen. Wir haben noch nicht einmal direkten Zugriff darauf. Und wenn Facebook meint, dass es sinnvoll ist, die Kommunikation mit unseren Fans weiter zu erschweren, dann können wir kaum etwas dagegen tun.

Die bessere Alternative

Der eigene Blog

Für Kreative und Selbständige ist der eigene Blog unverzichtbar. Nur dort haben wir direkten Einfluss auf unsere Inhalte. Nur dort können wir sicherstellen, dass unsere wertvollen Inhalte auch nach einiger Zeit noch gelesen werden können.

Selbstverständlich haben wir eine eigene Domain, unter der wir quasi ein Hausrecht haben. Nur wir selbst entscheiden, was und wie dort unseren Leser gezeigt und angeboten wird.

Macht unser Provider dicht, wechseln wir einfach zu einem anderen. Unsere Domain aber bleibt als unsere wichtige Adresse erhalten und kann jederzeit von unseren Lesern wieder besucht werden.

Eine Liste unserer Leser, auf die wir direkt Zugriff haben

  • Wäre es nicht toll, wenn wir selber eine Liste der Leser hätten, die unsere Inhalte haben möchten?
  • Die unter Umständen auch an unseren kostenpflichtigen Angeboten Interesse haben?
  • Wäre es nicht toll, wenn wir selber entscheiden könnten, wann und wie wir diese Leser kontaktieren?
  • Wäre es nicht toll, wenn auch unsere Leser jederzeit entscheiden könnten, ob sie unsere Inhalte lesen möchten?
  • Wäre es nicht toll, wenn diese Liste nicht von einem Plattform-Anbieter abhängig wäre, sondern in unserer eigenen direkten Zugriff liegt?
  • Eine Liste, die wir jederzeit zu einem anderen Anbieter mitnehmen könnten?

Klingt gut? Gibt es aber nicht?

Doch, gibt es es.

Mein eMail-Verteiler umfasst mittlerweile über 8.000 Einträge.

Das sind alles Leute, die sich bewusst dafür entschieden haben, meine Inhalte lesen zu wollen. Und die, falls sie diese Inhalte nicht mehr als nützlich empfinden, jederzeit den Kontakt beenden können.

8.000 Leute, die ich direkt erreichen kann. Und die, so zumindest mein Eindruck, loyaler sind als Facebook-Fans.

Diese Liste ist mein Kapital

Diese Leute versorge ich mit wertvollen und kostenlosen Informationen.

Und ich erhalte begeistertes Feedback von meinen Lesern.

Viele Leser freuen sich auch schon, wenn sie hören, dass es bald eine neue Ausgabe gibt:

Business Tipps für Kreative

80% nützliche Informationen

Die Inhalte der eMails bestehen zu 80% aus nützlichen und wertvollen Informationen.

Maximal 10 – 20 Prozent der Nachrichten sind Eigenwerbung für meine kostenpflichtigen Angebote (Seminare, Videotrainings etc.).

Denn ich weiß ganz genau: Meine loyale Leserschaft darf ich nicht verschrecken, wenn ich die Kommunikation auch für die Zukunft aufrechterhalten möchte.

Wie wickle ich den Versand der eMails ab?

Gerne mache ich ein wenig Werbung für den Dienstleister, den ich für meinen Mailversand nutze. Die Firma Cleverreach in Rastede hat sich auf die Versendung von eMail Newslettern spezialisiert.

Gegenüber amerikanischen Anbietern, die häufig empfohlen werden (wie zum Beispiel den Firmen Aweber oder MailchimpA) hat Cleverreach den Vorteil, dass der Anbieter in Deutschland sitzt und Mitglied der Positivliste (Certified Senders Alliance) des Verbands der deutschen Internetwirtschaft e.V. ist. Dadurch greifen serverseitige Spam-Filter in der Regel nicht und es erhöht sich die Chance, dass die eMails auch tatsächlich ankommen.

Natürlich achtet Cleverreach darauf, dass ihre Kunden auch tatsächlich keinen Spam versenden.

Bis zu 250 Empfängern und bis zu 1.000 eMails im Monat ist der Dienst kostenlos, darüber wird eine Gebühr fällig, die ich aber gerne bezahle, weil die Abwicklung problemlos ist und gut funktioniert.

Hier geht es zur Website von Cleverreach.

Eine anderer deutscher Anbieter, der ebenfalls ein sehr gutes Leistungsangebot hat und von vielen Kollegen genutzt wird, ist die Firma Klick Tipp.

Wichtige rechtliche Hinweise

Versendet man in größerem Umfang eMails, muss man sich an rechtliche Bedingungen halten (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 7, Absatz 2, Nr. 2 und 3). Dazu gehören Dinge wie Double Opt-In (also eine ausdrückliche Genehmigung des Mailempfängers), eine Datenschutzerklärung und ein Abmeldelink in jeder eMail.

Also, worauf wartest Du noch? Fang am besten sofort an, den Aufbau einer eigenen eMail-Liste zu planen.

 

 

 

Über Michael Omori Kirchner

Michael Omori Kirchner

Meine Herzensangelegenheit als Business-Coach ist es, Fotografen und anderen Kreativen dabei zu helfen, etwas in ihrem Leben zu bewegen und von ihrer Arbeit gut leben zu können.

Mehr über mich

Photobusiness Bootcamp

Grundlagen für ein erfolgreiches Photobusiness

Seminar am 6. Januar 2017 in Hildesheim (Niedersachsen)
Seminar am 9. Februar 2017 in Stuttgart

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5 Kommentare

  • Alexander Karstens 8. September 2015   Antwort →

    Sehr sinnvoller Beitrag. Die Art und Weise Dinge gezielt auf den Punkt zu formulieren gefällt mir wirklich gut !
    Ich selber betreibe meinen Blog nun seit der „Neuaufsetzung“ meiner Homepage aber arbeite noch an der Routine für Beiträge.

    Eine Interessenten-Liste aufzubauen, um eine eigene (nicht Facebookgebundene) Fanbase zu schaffen finde ich sehr sehr klug. Werde ich definitiv umsetzen. Der nächste Blogeintrag ist für mich also nun „E-Mail Marketing“ 🙂

    Gruß aus Hamburg
    Alex

  • Carsten Janke 30. März 2016   Antwort →

    Hallo,

    ich finde die Idee ansich auch toll und ich nutze dafür Newsletter2Go. Ist ähnlich wie cleverreach, gefällt mir vom Layout und handling jedoch besser.

    Mein Problem: wie erreiche ich denn Leute, die sich dann für den Newsletter/Blog anmelden ? Werbung ? Wer leitet schon eine „Werbemail“ an seine Freunde weiter.

    Hast du hier Tips, wie ich Leute auf meinen Blog aufmerksam machen und so viele erreichen kann ? Landet man hier nicht wieder bei Facebook?!

    Mmmmhhh

    • Michael Omori Kirchner 30. März 2016   Antwort →

      Hallo Carsten,

      ich empfehle, Facebook UND Blog UND eMail zu verwenden. Und nur maximal 10 – 20 % Werbung in die eMails zu packen.

      Gruß Michael

  • Karsten Socher 22. April 2016   Antwort →

    Danke für den Tipp mit dem Newsletter und Cleverreach. Habe mir das alles abgeschaut, scheint leicht in Blog, Webseite und Shop zu integrieren zu sein. Habe lange überlegt, habe mich überzeugen lassen und werde jetzt auch einen Newsletter am Anfang erst einmal in Monat anbieten.

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